Wie alles begann
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Schon Ende 2013 stand für uns beide fest, dass wir in der Zukunft in einem eigenen Haus leben wollen.
Die ersten Fragen stellten wir uns, wollen wir bauen, oder doch besser ein Haus kaufen? Neubau? Altbau? Holz? Stein? Fragen über Fragen…
Um uns einen Überblick über die Bauplätze in den Neubaugebieten in den nächsten 5-10 Jahren zu bekommen, beschlossen wir am 15.03.2014 auf die Immomesse Biberach zu gehen bevor wir weiter nach Obertshausen zu Papa-Kotzureks Geburtstag fahren wollten.
Wir waren pünktlich zur Eröffnung um 10Uhr da, aber die Anzahl der Menschen überraschte uns. An einem Modell konnten wir uns einen Eindruck über die nächsten „stadtnahen“ Baugebiete in Biberach verschaffen. Zudem waren auch einige Architekten anwesend, welche schon erste Hausmodelle präsentierten. Schlauchförmige Grundstücke mit Kettenhäusern und einem Carport. Auf unsere Fragen hin, ob es möglich sei, ein Carport und eine Garage zu bauen (wir haben schließlich zwei Autos) wurde der Architekt fast wütend. Eine Garage würde das ganze optische Konzept zerstören!
Mit dieser Aussage beschlossen wir uns näher über die weiteren Bauplätze zu informieren. Aussagen von 300 Bewerbungen für 30 Bauplätze ließen unsere Vorstellungen im Nu zerplatzen.
Zudem wir schon wussten, dass bei Vergabe der Bauplätze Familien mit Kindern bevorzugt werden.
Genervt von dem geschubse und gedrücke der anderen Interessenten beschlossen wir uns Richtung Geburtstagsparty zu machen. Auf der Fahrt erinnerte sich Benni, dass in Laupheim auch eine Immomesse stattfindet. Somit nahmen wir die nächste Ausfahrt und fuhren zur Immomesse ins Laupheimer Schloss.
Hier war alles ganz anderes wie in Biberach. Deutlich weniger Menschen, die Dame von der Stadtverwaltung hatte auf Metaplantafeln die Baugebiete anschaulich dargestellt und allen Interessenten alle Fragen sehr ausführlich beantwortet. Sofort fiel uns das Baugebiet Ringelhausen 3 ins Auge. Die Dame von der Stadtverwaltung hat uns noch die unverkauften Bauplätze notiert und uns in die Liste der Interessenten aufgenommen. In Laupheim ist die Vergabe der Grundstücke nach Ortszugehörigkeit geregelte. Da ich bis 2012 in Laupheim gewohnt habe und Benni in Laupheim arbeitet, werden wir als doppelt-Ortszugehörig eingestuft. Sofern wir uns bewerben möchten können wir die Unterlagen bei der Stadt in der darauffolgenden Woche anfordern.
Schon im Plan gefiel uns ein Grundstück sehr. Ein Eckgrundstück mit wenigen angrenzenden Nachbarn, kein Gehweg, der bei Schnee geräumt werden müsste und die Straßenbeleuchtung auf der gegenüberliegenden Gehwegseite.
Da das Baugebiet nur wenige hundert Meter von meiner alten Laupheimer Mietwohnung entfernt liegt, beschlossen wir uns das Grundstück live und in Farbe anzusehen.
Auch vor Ort fanden wir, dass dieses Grundstück gut zu uns und unseren Vorstellungen passen würde. Anschließend fuhren wir zur Papa-Kotzureks Geburtstagsparty. Das Wochenende über haben wir uns einige Gedanken gemacht und kamen zu dem Schluss, es einfach zu probieren und somit mussten folgende Punkte in Angriff genommen werden: Anfordern der Unterlagen, anschließende Bewerbung, Abklärung der Finanzierung.
Gesagt getan, am 03.04.2014 haben wir unsere Bewerbung bei der Stadt abgegeben. Auf der Bewerbung mussten wir die gewünschten Grundstücke in der Priorität auflisten. Das Eckgrundstück stand natürlich ganz oben.
Am 25.04.2014 war es endlich soweit. Die ersehnte Rückmeldung von der Stadt Laupheim bezüglich unserer Bewerbung lag in der Post. Gespannt öffneten wir den Brief.
Es hatte tatsächlich geklappt. Wir hatten die Zusagen für unser Wunschgrundstück, das Eckgrundstück Emmy-Noether-Straße 7.
In den folgenden Wochen haben wir Gespräche mit verschiedenen Banken geführt, weitere Abstimmungstermine mit der Stadt Laupheim geführt, uns viel belesen welche Vorteile ein Holzhaus oder ein Steinhaus hat, haben uns in verschiedenen Musterhauszentren über Fertighäuser und Generalunternehmer informiert und uns Gedanken gemacht, wie unser Haus aussehen sollte.
Wie viele Stockwerke soll unser Haus haben, sollten wir besser mit Keller oder besser ohne Keller bauen, Doppelgarage oder eine Einzelgarage und ein Carport, welche Dachform gefällt uns, u.v.m.
Am Freitag 18.07.2014 hatten wir unseren ersten Termin beim Familienbefreundeten Architekten, Jens Ladel. Er sollte uns einen ersten Vorentwurf erstellen. Ein Entwurf ganz nach unseren Vorstellungen. Wir hatten in der Wochen zuvor unsere Wünsche und Vorstellungen zusammengeschrieben und uns vorgestellt wie wir in dem Haus leben wollen. Wie wir jetzt ohne Kinder, später vielleicht mit einem, zwei oder noch mehr Kindern leben können. Wie wir das Haus nutzen können, falls wir keine Treppen mehr steigen wollen oder können, wie wir unseren Gästen ein schönes Zimmer für die Nacht bieten können usw. Ein Haus welches bei Bedarf unseren Lebensbedingungen gut angepasst werden könnte.
Zuvor mussten wir aber noch das Grundstück käuflich erwerben. Dazu hatten wir am 28.07.2014 einen Notartermin bei der Stadt Laupheim. Von nun an waren wir stolze Besitzer eines 534qm großen Grundstücks. Beziehungsweise Benni von 267qm und ich von 267qm.
Am 04.08.2014 hielten wir den ersten Entwurf von unserem zukünftigen Haus in unseren Händen. Wir waren begeistert. Der Erste Entwurf enthielt alle unsere Wünsche und viele tolle Ideen auf die wir nicht direkt gekommen wären.
In den kommenden Wochen und Monaten haben wir uns sehr viel Zeit gelassen um über den Grundriss mit Freunden und Familie zu diskutieren. Uns gemeinsam mit großen Decken und Stühlen versucht uns die Räume in der Größe vorzustellen, und viel aus den Erfahrung und Lebensweisen unserer lieben Mitmenschen gelernt. Im Grunde haben wir nur im UG/Keller eine weitere Wand eingezogen um die Waschküche zu separieren, im EG/Eingangsbereich die Wand vom Windfang etwas Richtung Geräteraum verschoben und im OG/1.Stock das Schlafzimmer mit einem der Kinderzimmer getauscht, sowie die Toilette vom Bad abgetrennt.
Den ganzen Herbst hindurch haben wir uns viel informiert, belesen und beraten lassen zu verschiedenen Baustoffen, Energie und Heiztechnik, Bodenbelägen und Putz/Verputz Techniken und Materialien.
Unser Haus wird aus Ziegeln gebaut, also ein Steinhaus.
Als Heizung werden wir nicht mit Gas heizen, sondern Geothermie nutzen. Das heißt, es werden Sonden in den Erdboden eingebracht die bis zu 128 Meter in die Tiefe reichen wird.
Eine Flüssigkeit/Kältemittel fließt durch die Erdwärmesonde und wird durch die Wärme der Erde erwärmt. Zurück an der Oberfläche wird das Kältemittel zum verdampfen gebracht. Der Dampf wird komprimiert und somit noch mehr Wärme erzeugt. Diese erzeugte Wärme wird wiederrum zur Beheizung des Warmwassers und der Fußbodenheizung verwendet.
Die nötige Energie welche die Wärmepumpe braucht, soll durch eine Photovoltaik Anlage auf dem Dach unseres Hauses generiert werden. Überschüssige Energie wird in einem Batteriespeicher zwischengespeichert, damit bei schlechtem Wetter oder bei Nacht keinen zusätzlichen Strom dafür benötigen.
Mit der Zeit haben wir uns auch schon für einen Kaminofen mit Außenkamin entschieden. An kalten Wintertagen können wir uns durch den Skantherm Elements ein kleines gemütliches Feuer anmachen.
Auch die Küche haben wir mittlerweile schon beplant. Lieferung und Montage erfolgt dann ein paar Wochen vor dem Einzug.
In den letzten Monaten waren wir in verschiedenen Ausstellungen von Garagentoren. Auch hier haben wir schon eine Entscheidung getroffen.
Lustiger weise wurde das Tor gleich nach Bestellung produziert. Nun muss unser Garagentor noch einige Monate warten, bis es eingebaut wird.
Wir haben zwar noch kein Haus, aber schon ein Garagentor.
Die Pläne sind soweit final, dass der Rohbau starten kann.
Ende Mai soll dann die Planung nach und nach in die Realität umgesetzt werden. Jetzt wird es für uns richtig spannend zu sehen wie unser Haus entsteht.
Um euch an der Transformation unseres Traumhauses von 2D auf 3D teilhaben zu lassen haben wir diesen Blog eingerichtet, damit ihr den Baufortschritt aus nah und fern ein stückweit mitverfolgen könnt.











